Dienstag, 8. März 2016

Die Esssucht und das Ego versus Höheres Selbst

Das kommt dabei raus, wenn man das innere Kind zum Spielen einlädt, es sich ein bisschen traut, der Erwachsene dann aber doch noch die Führung übernimmt... :-)

































Das Leben ist magisch, es ist zau-ber-haft!!! Wenn man sich für die Liebe entscheidet und das ist der erste und unabdingbare Schritt auf dem Weg der Transformation...

In dem Buch "Aussöhnung mit dem inneren Kind" von J. Chopich und M. Paul habe ich endlich die Definition vom Ego erfahren, die für mich zu 100% stimmt.

Ich gehe, wie im Buch beschrieben, davon aus, dass jeder Mensch aus einem inneren Kind und einem inneren Erwachsenen "besteht". Für mich ist das innere Kind der weibliche Anteil, die Seele, der innere Erwachsene dagegen ist der männliche Anteil oder der Verstand.


Im perfekten Zustand oder unter perfekten Bedingungen verbindet sich das geliebte innere Kind mit dem liebevollen Erwachsenen (zuerst ist es die Bezugsperson und dann der eigene innere Erwachsene) und zusammen bilden sie, oder haben sie Zugang zum Höheren Selbst. Das innere Kind dient dann wie eine Art Kanal, der die Botschaften des Höheren Selbst empfängt und an den inneren Erwachsenen weitergibt, der danach handelt. Der Mensch, der mit seiner Seele (dem inneren Kind) verbunden ist, handelt intuitiv richtig, bzw. wird durch das Höhere Selbst geführt und mit Liebe "gespeist", so dass er diese, ohne die Erwartung etwas zu bekommen, gerne an andere weiter gibt.

Was passiert jedoch, wenn das innere Kind durch den inneren Erwachsenen verlassen wird, was leider in unserer Welt fast immer der Fall ist und mit dem lieblosen Umgang der Bezugsperson mit dem Kind seinen Anfang nimmt? In diesem Fall geht das ungeliebte innere Kind eine Verbindung mit dem lieblosen inneren Erwachsenen ein (die Glaubensmuster werden von der Bezugsperson übernommen) und es entsteht das falsche Selbst, das Ego. Ein Ego-Mensch handelt immer aus Angst und hat immer die größtmögliche Kontrolle als Ziel. Das Ego lügt dem Menschen vor, er könnte sein Umfeld manipulieren, um Liebe zu bekommen. Es "glaubt", von anderen emotional abhängig zu sein und nimmt sich immer als abgetrennt wahr. Da das, was er bekommt, keine nährende Energie ist, wird ein Ego-Mensch nie zufrieden sein und entwickelt als Ersatz für die echte Liebe unter anderem verschiedene Süchte.

                                                 Höheres Selbst 

                                                                       =

            geliebtes Kind                       +                          liebevoller Erwachsener

         ungeliebtes Kind                  +                              liebloser Erwachsener

                                                                        =

                                               falsches Selbst/Ego          

                                    


Und da wären wir wieder beim Thema. Als ich angefangen habe, mich mit dem inneren Kind zu beschäftigen, habe ich ihm ein bisschen die Schuld für meine Esssucht gegeben. Und weißt du, was ich zu hören bekam? Mein inneres Kind sagte mir, dass ich damit aufhören soll. Es möchte den ganzen süßen Kram überhaupt nicht! Es ekelt es an! Ich soll aufhören, es damit vollzustopfen. Es ist nicht das innere Kind, es ist der unreife, lieblose innere Erwachsene, der versucht, das Rufen, den Schmerz des inneren Kindes damit zu betäuben.

Das innere Kind ruft nach Liebe und bekommt von mir einen süßen Keks... na?? kommt es dir bekannt vor?? Genauso machen es doch die meisten Erwachsenen mit ihren nervenden, weinenden Kindern... es ist so einfach und doch habe ich so lange davor die Augen verschlossen... bzw. wusste ich es, hatte aber keine Ahnung, dass ich den liebevollen inneren Erwachsenen in mir finden muss, der die Verantwortung für das innere Kind übernimmt und es liebt und beschützt. Obwohl... auch das stimmt nicht ganz, die Ahnung hatte ich schon, aber ich wußte nicht wie und das Buch hat meinem Verstand die Botschaft erst zugänglich gemacht.

Letztendlich geht es darum, wie schon 1000 mal irgendwo gelesen, dass man für sich sorgen, sich abgrenzen muss, nein sagen können, keine Grenzüberschreitungen zulassen soll usw. usf... Was mir aber bis jetzt gefehlt hat, war erstens der spirituelle Anteil. Denn all das kann ich auch aus dem Ego heraus tun!! Ich kann alle Kontakte, die mir nicht gut tun, abschneiden, ich kann eine Stunde täglich nur für mich einplanen, ich kann ab heute nein sagen, wenn ich etwas nicht möchte, doch das Tun ohne das Fühlen wird nicht viel ändern. Die Seele will nicht tun, die Seele möchte fühlen. Ihre Nahrung ist die Liebe und nichts anderes. Und wenn wir uns mit unserer Seele, dem inneren Kind wirklich verbinden wollen, so dass Liebe fließt, werden wir nicht drum rum kommen, uns die Wunden, die uns zugeführt worden sind als wir noch Kinder waren, anzuschauen. Wir müssen den Schmerz des Kindes, seine Angst nochmal fühlen, um diese Gefühle mit Liebe zu transformieren, damit das Kind in uns wieder wahrhaftig lachen und vertrauen kann. Uns vertrauen, keinem anderen, denn nur wir sind für unser Glück verantwortlich.

Zu sagen, dass Zucker süchtig macht, ist nur die halbe Wahrheit. Wenn es nämlich keine Resonanz auf Zucker in uns gibt, wenn wir mit der Sucht nicht auf einer Wellenlänge sind, wenn wir gar keine Sucht brauchen, weil wir mit unserem inneren Kind verbunden sind und immer intuitiv so handeln, dass es sich zu 100% geliebt fühlt, dann werden wir nicht süchtig, dann werden wir das Zeug vielleicht gar nicht anrühren. Wer sagt, dass eine Sucht keinen emotionalen Schmerz als Grundlage hat und nur die Substanz dafür verantwortlich macht, der halbiert den Menschen und sieht nur seinen männlichen Anteil, den wissenden, handelnden Wissen-schaf(f)t-ler, für den jede Gefühlsregung mit Fakten belegt werden muss, um eine Existenzberechtigung zu haben.

Ich bin dir dankbar, mein inneres Kind, dass du mich hierher geführt hast, ich liebe dich und ich bin bereit, mit dir zu wachsen! :-D

Helena






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