Montag, 29. Februar 2016

Toxische Mutter und ihr Einfluss auf das Leben des Kindes

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Wenn du das Gefühl hast, dass deine Kindheit keine schöne war und dir dein Umfeld versucht einzureden, dass dir die Schläge und Demütigungen seitens deiner Erziehenden nicht geschadet haben, dann bitte, HÖR NICHT AUF SIE!! Denn fehlende Liebe in der Kindheit (und Schläge, sei es auch nur verbaler Natur, sind eindeutig keine Liebe) schadet jedem Lebewesen.


Oft wird das egoistische Verhalten der Eltern Liebe genannt, und so das Kind auch noch im erwachsenen Alter emotional erpresst. Die erwachsenen Kinder werden als eine Art Eigentum angesehen, dem kein Respekt entgegengebracht wird, sie werden einfach nicht als ebenbürtige Individuen angesehen, sondern immer noch als Kinder, die man ein Leben lang instruieren, kritisieren und bevormunden darf!

Wenn es bei dir der Fall ist, wirst du darunter leiden. Vielleicht erstmal unbewusst: Es ist ein Gefühl von "Nichts-wert-sein", von "nichts-können", eine unterschwellige Angst lässt dich nicht so richtig am Leben teilnehmen. Du fühlst dich deinen Eltern (Mutter) unbewusst zum Gehorsam verpflichtet und hast wirklich Angst, ihnen (ihr) deine Meinung zu sagen. Wenn es so ist, dann kann ich dir sagen, dass das keine normale Eltern-Kind-Beziehung ist. Diese Art von Beziehung ist tatsächlich toxisch und beruht auf Grenzüberschreitungen seitens der Eltern.

Im Englischen gibt es den Begriff der toxischen Eltern. Im Deutschen findet man seltsamerweise wenig Lesestoff zu diesem Thema. Inneres Kind wird schon in vielen Büchern bearbeitet, aber der Ausdruck toxische Mutter ist noch nicht so geläufig. Dieses Buch behandelt das Thema toxischer Eltern genauer, ich habe es aber noch nicht gelesen.

Hier die wichtigsten Punkte, damit du einen kleinen Überblick über die Grenzüberschreitungen bekommst, wobei nicht alle auf eine einzige Person zutreffen müssen:

  • verhindert das Reifen, das selbständig werden des Kindes, die Nabelschnur bleibt erhalten, das Kind kann das Leben nicht frei genießen und die nötigen Erfahrungen sammeln. Die Mutter entschuldigt das Kind, hilft ständig aus, weiß immer, was das Beste fürs Kind ist, organisiert auch wenn das Kind erwachsen ist. Sie bekundet oft, dass das Kind alles für sie ist, der Vater ist nur ein zu akzeptierendes Übel, nur sie hat recht, der Vater dagegen wird zum Idioten erklärt. Beim Besuch in der Wohnung des erwachsenen Kindes wird der Abwasch erledigt, aufgeräumt, oft wird eine selbst gekochte Suppe mitgebracht, der Staubsauger ohne zu fragen aus dem Abstellraum geholt.
  •  löst Schuldgefühle beim Kind aus sowie unterschwellige Wut und Kapitulation. Oft hört das Kind: "Ich habe dies und das für dich getan, und jetzt bekomme ich deinen Dank dafür..." oder "Ich habe extra für dich auf meine Karriere verzichtet..."
  • möchte das Kind komplett an sich binden, oft werden Krankheiten vorgetäuscht oder das Kind fünf mal die Woche wegen Nichtigkeiten angerufen.
  • abhängig vom Mann oder Kind, hat keine eigene Meinung, toleriert jedes Verhalten, kann keine Regeln aufstellen, kennt keine Konsequenz.
  •  toleriert die Gewalt am Kind, weil es ja beide Eltern braucht oder trennt sich, weil das Kind eine glückliche Mutter braucht. Wechselt oft ihre Partner, verhindert ohne sichtlichen Grund den Kontakt zum Vater. Wird zur Despotin, das Studium, die Freunde werden ausgesucht, Ungehorsam mit emotionaler Strafe oder Kontaktabbruch beendet.
  • vetraut dem Kind Sachen an, die es überfordern, oft eigene Beziehungsprobleme, fragt das Kind über seine Beziehung aus, möchte auch intime Details kennen. Hat gemeinsame Geheimnisse vor dem Vater, tut sich zusammen mit dem Kind gegen den Vater. Kauft dem minderjährigen Sohn Bier, raucht mit der 16jährigen Tochter, freundet sich mit den Freunden des Kindes an, will jungendlich, attraktiv wirken, flirtet mit dem Freund der Tochter. Versucht die Freundinnen des Sohnes schlecht zu machen.
  • immer unzufrieden, kritisch, streitet mit der ganzen Welt, vor allem mit dem Vater des Kindes, das mit reingezogen wird. Vergleicht das Kind mit allen anderen, rivalisiert, nichts ist für sie gut genug.
  • meint, alle Kinder gerecht zu behandeln, aber nach ihren Maßstäben, führt zu Geschwisterneid.
  • physisch immer beim Kind, ihre Aufmerksamkeit aber immer am Handy, Computer, Fernsehen, bei der Hausarbeit, bei der eigenen Körperpflege, schämt sich zuzugeben, dass sie keine Lust hat, sich mit dem Kind zu beschäftigen, sie tut nur so, als würde sie Zeit mit ihm verbringen.
Wenn du deine Mutter in der Beschreibung wiedergefunden hast, ist es wichtig, nicht in die Schuldzuweisung zu gehen. So ein Verhalten zeugt davon, dass ein solcher Mensch traumatisiert worden ist: durch die eigenen Eltern, die wiederum auch Opfer wurden: die Kriegsgeneration hat keine psychisch gesunden Menschen hervorbringen können, da allesamt aufs Schwerste traumatisiert worden sind.



 
Es lohnt sich, mit toxischen Menschen in seinem Umfeld aufzuräumen, d.h. Grenzen zu ziehen und sich zu distanzieren. Schritt für Schritt bekommst du deinen Selbstwert zurück und wirst immer mehr fähig sein, dich selbst zu lieben, was wiederum die Voraussetzung dafür ist, um andere wahrhaftig zu lieben und selbst keine toxische Mutter/Vater zu werden. Wenn du bei dir selbst Anzeichen einer Toxizität entdecken solltest, brauchst du dich für nichts zu schämen. Wir alle sind irgendwann Opfer geworden und werden unbewusst zu Tätern. Wenn wir die negativen Gefühle nicht transformieren, vergiften sie unser Leben und das unserer Kinder. Die Liebe ist immer der beste Wegweiser... auch wenn die toxische Mutter keine Einsicht zeigt und kein Gespräch möglich ist, kannst du für dich die toxischen Gefühle und deine Kindheit aufarbeiten und die Nabelschur endgültig durchtrennen. Wir alle haben auch einen inneren Erwachsenen, (die Idee kommt von diesem Buch) der dem inneren Kind mit viel Liebe begegnen sollte. Es lohnt sich, ihn zu finden, damit er die Führung übernehmen kann und wir ein erfülltes Leben führen können.

Alles Liebe

Helena

Quelle 1



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