Freitag, 5. Juni 2015

Die Körper Typen, Selbstfindung



























Heute habe ich Lust, wieder etwas über die Körper Typen zu schreiben. Der erste Post über dieses Thema ist schon sehr lange her. Nicht, weil es mich nicht mehr interessiert, im Gegenteil: die Körpertypen nach dem Enneagramm sind zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden und gerade weil sie so alltäglich geworden sind, schiebt sich immer ein anderes, "akutes" Thema davor.

Vor ca. 1 Jahr (oder länger??) kam ich mit diesem Thema in Berührung. Anfänglich konnte ich mir natürlich nur die Theorie aneignen und meines Wissens gibt es nur ein Buch zu diesem Thema, so dass die Infos zwar schon umfangreich sind aber die Interpretation einseitig ausfällt. Nach der Lektüre war ich fasziniert aber dennnoch leicht verwirrt. Ihr kent das sicherlich: man fängt an, sämtliche Leute einzuordnen und stellt fest, dass die wenigsten so eindeutig einem Typ entsprechen, so dass die Theorie dann unglaubhaft erscheint.

Und dann beobachtete ich einfach. Jeden Menschen, den ich vom Charakter kannte, wie meine Kinder und Bekannte, verglich ich mit den Aussagen des Buches. Und ich kam zu dem Schluss, dass sich jeder Mensch in einem Dreierfeld bewegt. Die lineare Darstellung ist zwar nicht richtig, da sich die Energie im Kreis bewegt, aber einfachheitshalber schreibe ich die Typen hier so auf:

Lunarer - Venusischer - Merkurischer - Saturnischer - Marsicher - Jovialer - Lunarer.............        Sonne (als Verstärkung der einzelnen Typen)

Auf dieser Linie bewegt sich jeder Mensch, d.h. dass ich z.B. jovial-lunar-venusisch bin. Je nach Alter, momentaner Lebensaufgabe, Umfeld, tendiere ich zu einem der Typen. Als ich noch frisch gebackene Mutter war, bewegte ich mich im venusischen Bereich, jetzt kommt der Anteil des Jovialen immer mehr zum Vorschein und möchte unbedingt beachtet werden. (Kreativität)
Der Lunare schlummert immer im Hintergrund und gibt meiner Persönlichkeit die Schwere und auch das Vermögen, in die Tiefe zu gehen.

Die genaue Beschreibung der einzelnen Typen würde den Rahmen hier sprengen (vllt schreibe ich darüber ein Buch??), ich kann sie nur andeuten. Zumal jeder Mensch eben auch die Merkmale des vorherigen und des nachfolgenden Typs in sich trägt. Und diese Mischung macht die Zuordnung eben so schwierig.

Am einfachsten ist es ertsmal zu wissen, dass es die passiven Typen : jovial, lunar, venusisch und die aktiven : merkurisch, saturnisch und marsisch gibt.

 Die passiven sind die beleibten, runden, mit nicht so gut ausgeprägten Muskeln. Sie sind langsamer und gemütlicher als die aktiven, der Grad der Passivität richtet sich danach, ob bereits oder noch ein Einfluss des aktiven Typs vorhanden ist. Das heißt, ein jovial-lunar-venusischer ist komplett passiv, ein marsisch-jovial-lunarer hat noch die aktiven Impulse des Mars und wird sich ab und zu noch zur Aktivität aufraffen können. Der merkurisch- saturnisch-marsischer Typ dagegen muss sich bewegen, sei es nur auf der geistigen Ebene. Ein Fehlen der Aktivität wird ihn krank machen. Die aktiven Typen sind logischerweise die dünnen, mit gut asugeprägten Muskeln. Und auch hier: ein saturnisch-marsisch- jovialer wird dank Jupiter mehr Leibesumfang haben, als der merkurisch-saturnisch-marsischer. Die Stärken der passiven Typen sind Kreativität, Einfühlungsvermögen, Humanität. Die aktiven Typen sind sportlich begabt und mehr an trockenen Themen interessiert. Das nur ganz grob...

Und wozu das Ganze??? Ist man hinterher schlauer als vorher? Ich schon! :-D

Mir hilft es, mich selbst zu finden. Wenn man in einer Doktrin aufgewachsen ist, die einem Menschen ein bestimmtes Konstrukt vorgibt, das erstrebenswert ist, wird man daran kaputt gehen, diesem entsprechen zu wollen. Ich kann hier natürlich am besten von mir schreiben, deswegen die vielen Ichs: mein Leben war davon geprägt, einem Ideal von Frau zu entsprechen, die ich gar nicht bin. Mein Vater, ein Sportlehrer, sah in mir als Kind eine Sportlerin, die ich gar nicht bin. Seine Enttäuschung habe ich mein ganzes Leben getragen. Meine kreative, künstlerische Seele wurde null beachtet, sie gab es quasi nicht. Und so habe ich über 30 Jahre nach mir gesucht. Und ich habe mich gefunden. Die Körper Typen haben mir eine Einsicht gebracht, die für mich entscheidend war. Ich bin ein Körper Typ, so wie ich bin, ist mir in die Wiege gelegt worden, es hat einen Sinn, dass ich so bin, wie ich bin. Ich muss und kann nur meinem Körper Typ entsprechen, nur das ist meine Bestimmung.

Jeder hat schon mal die Äußerung über die "Dicken" gehört: undiszipliniert, manchmal schlampig, bequem, faul aber auch lustig, gesellig, kreativ... Das sind tatsächlich die Eigenschaften des passiven jovialen Typs. Der aktive Saturn, das ist der lange, dünne, ist dagegen organisiert, gemäßigt, ernst. Da wir in einem Saturn- Zeitalter leben, sind diese Typen heute diejenigen, die bevorzugt werden.

In den letzten Tagen habe ich angefangen, Lieder zu schreiben. Das einzig Gute meiner Kindheit ist wohl, dass ich Klavier spielen kann, obwohl es damals eine Qual war, Bach und Mozart zu üben. So hat alles seinen Sinn. Es nimmt mich komplett ein, noch mehr als das Malen. Ich könnte es den ganzen Tag machen, komme nur zum Essen in die Küche, wenn mir schummrig wird... Ich habe es mit meiner Familie besprochen, die Wohnung sieht natürlich dementsprechend aus... ;-) Aber ich möchte das Lied zu Ende schreiben.

Was ich Euch auf den Weg geben möchte ist eine alte, unscheinbare Wahrheit: macht Schluss damit, jemandem ähnlich sein zu wollen, hört auf Euch mit Diäten und Sport im Kopf zu quälen. Macht es, wenn es Euch Spaß macht und lasst es, wenn es Euch Qualen bereitet. Ihr seid nicht willensschwach, Eure Stärken liegen ganz woanders, und es lohnt sich, diese zu suchen und zu leben. Dann nämlich braucht Ihr kein Essen mehr, um die unterdrückten Sehnsüchte zu betäuben, dann seid Ihr eins mit Euch selbst, dann lebt Ihr wirklich.

Helena












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