Samstag, 20. September 2014

Was ist Esssucht und wie kommt es dazu, dass manche essen, obwohl sie keinen biologischen Hunger haben?


Die Antwort ist eigentlich ganz einfach... :-) wie jede Wahrheit übrigens:

Eine Esssucht ist nicht, genüsslich ein Stück Torte zu vertilgen, auch nicht zwei! Eine Esssucht ist nicht, voller Inbrunst und Freude in eine Schokolade reinzubeissen, auch nicht eine Portion Pommes zu essen. Eine Esssucht hat nichts damit zu tun, ungesunde Lebensmittel zu wählen, um den Hunger zu stillen.

Eine Esssucht ist, ohne körperlichen Hunger zu verspüren, ohne Freude und Genuss beim Essen selbst, zu konsumieren. Ein Lebensmittel in den Mund zu stecken, und es manchmal ohne richtig zu kauen, runterzuschlucken. Mechanisch. Begleitet von Schuldgefühlen, Scham und Traurigkeit. Eine Esssucht ist, wenn wir, wissend um die negativen Folgen und obwohl wir es nicht wollen, wie ferngesteuert essen.



Unser biologischer Körper funktioniert wie eine unglaublich komplizierte beseelte Maschine, ich mag den Vergleich  nicht sonderlich aber mir fällt nichts anderes ein. Viele präzise aufeinander abgestimmte Prozesse laufen ohne bewusstes Steuern in unserem Körper ab, um ihn am Leben zu erhalten. Und eigentlich alles geschieht unteranderem durch Botenstoffe, die durch ihre Informationen verschiedene Befehle erteilen, die wiederum exakt durchgeführt ein bestimmtes Reaktionsmuster hervorrufen.

Eines dieser Botenstoffe ist das Dopamin, welches neben zahlreicher anderer Funktionen auch für das Glücksgefühl "zuständig" ist. Nun ist das bei uns Esssüchtigen so, dass wir irgendwann gelernt haben, in einer unangenehmen Situation uns durch die Nahrung die Laune zu verbessern. Irgendwann, wahrscheinlich schon in den ganz jungen Jahren ist der Keim dafür gelegt worden.

 In tierischen Versuchen ist nachgewiesen worden, dass Zucker die selben Zentren im Gehirn anspricht wie harte Drogen. Nur ist die Wirkung etwas schwächer ;-). Das heißt, dass Zucker, genauso wie Kokain oder Marihuana dafür sorgt, dass wir uns einerseits richtig glücklich fühlen und andererseits unser Körper nach diesem Zustand der Euphorie süchtig wird. Wenn wir nämlich immer wieder unser Belohnungszentrum mit Nahrung aktivieren, lernt unser Gehirn, das dies eine hervorragende Quelle für Glücksmomente ist. Ratten, die mit Zuckerlösung gefüttert worden sind, zeigten nach Weglassen dieser Lösung Entzugssymptome, die normalerweise bei Drogenentzug auftreten. Neben Zucker reizt auch Salz und Fett unsere Gehirnzellen, Dopamin auszuschütten.

Das bedeutet: Esssucht ist eine Kombination aus körperlicher Abhängigkeit und falscher Programmierung.

90% aller Menschen zeigen ein Suchtverhalten. Diese Zahl ist nicht wissenschaftlich bestätigt, sie kommt von mir. :-)

Es gibt zig verschiedene Suchtarten und letztendlich sind sie alle nur ein Symptom. Alle Süchte, egal ob Esss-, Kauf-, Sex-, Spiel,- oder Alkoholsucht, alle haben eins gemeinsam: die verstärkte Dopaminausschüttung.

Deswegen wird es uns Esssüchtigen niemals gelingen, nur mit einer Ernährungsumstellung langfristig die Sucht zu vertreiben. Wir werden immer wieder in bestimmten Momenten zur Nahrung als Stimulanz greifen. Ich war sogar als Rohköstlerin noch esssüchtig, wobei man bei dieser Ernährungsform natürlich oft unter Eiweißmangel leidet. Also nicht wundern, wenn Du nach einer Woche Rohkost den Kühlschrank plünderst, das ist keine echte Esssucht! Der Körper holt sich nur, was er braucht! Aber ich denke, dass sich hinter den Gourmetrohköstlern, viele Suchtis verstecken :-).
Letztendlich ist es egal, ob wir die Auslöser kennen oder nicht. Ich habe zwei Jahre damit verbracht in meiner Kindheit zu wühlen und nach Ursachen für die Esssucht zu suchen. Heute weiß ich, dass dieses Analysieren zwar ein wenig Ordnung in die Gedanken bringt, aber nicht die Lösung ist.

Alle Süchte sind meiner Meinung nach eine Antwort darauf, dass wir ein Leben leben, das wir nicht wollen. Wir befinden uns in einem ständigen Konflikt, wir sind nicht glücklich!!

Unser Leben ist ein einziges sich Beugen, Verdrehen, Rumkriechen und Fremdgehen. Sich selbst gegenüber. Wir sind uns so gut wie nie TREU. Wir sind so gut wie nie wir selbst. Wir kleiden uns nach bstimmten Vorgaben, wir essen nach bestimmten Vorgaben, wir reden nach bestimmten Vorgaben usw. usf. Manche von uns haben Kinder, obwohl sie lieber Künstler wären, andere sind Kinder, obwohl sie lieber keine Eltern mehr hätten. Alles Zwänge, auferlegte Rollen, von Generation zu Generation weiter gegebene Muster, die sich hinter dem schönen Wort Tradition verstecken.

Doch wir sind nicht alle gleich!! Wir haben alle unterschiedliche Bedürfnisse!! Es gibt 13 unterschiedliche Körper Typen mit noch mehr Nuancen und jeder hat eine einzigartige, für ihn authentische Ausdrucksweise. 

Doch all das wird uns schon in unseren Kinderjahren abtrainiert! Nein? Wir können uns heutzutage alle frei entfalten? Es gibt so viele Möglichkeiten wie noch nie? Oberflächlich betrachtet schon. Aber in Wirklichkeit werden wir immer noch gezwungen, mit der Masse mit zuschwimmen. Was passiert mit unseren Kindern, wenn sie nicht ein bestimmtes Kleidungsstück tragen? Sie werden zu Außenseitern. Was passiert wenn sie aus Freude am Leben singen, obwohl sie es vielleicht gar nicht so gut können? Sie werden gnadenlos ausgelacht. Was passiert, wenn sie schlecht in Sport sind? Sie werden als letzte in die Mannschaft gewählt und müssen die Demütigung vor der ganzen Klasse ertragen. HART, SAGE ICH DA NUR...

Nix mit glücklichen Selbstentfaltung!! Warum sind so viele Frauen esssüchtig? Ha, es liegt auf der Hand. Zum einen haben sie einen hohen venusischen Anteil, der ihnen die Freude am Genuss beschert, zum anderen werden sie oft in die Rolle der Mutter reingepresst, viele kennen nicht mal eine Alternative zum Muttersein. Ihnen wird eingeredet, dass das Muttersein die Erfüllung aller Frauenwünsche ist. Ich kenne ältere Frauen, die fast schon mit Schadensfreude die jüngere Generation dazu bringen wollen, den gleichen Fehler wie sie zu begehen. "Warum sollt ihr es anders haben?" heißt es...

Und Männer? Sie haben meistens einen höheren marsischen Anteil (Mars - der Kriegsgott), der sie zum Alkohol und zum Sex verführt. Das ist ihre Antwort auf die versklavenden Strukturen unserer Gesellschaft.

Aber essen tun so oder so fast alle Menschen gerne. Nur: es gibt Körper Typen, denen wirst Du es nicht ansehen, weil sie alles verbrennen. Sie leiden nicht unter diesem enormen Druck wie diejenigen, die jedes Gramm ansetzen, und bei denen sich das anfängliche, sporadische "zu viel Essen" langsam aber sicher zu einer Esssucht entwickelt.
Warum ist es so schwierig, davon wegzukommen? Essen ist billig geworden und allgegenwärtig. Die Natur hat uns ein Mechanismus eingebaut, dass wir besonders das kalorienreiche Essen bevorzugen, weil so das Überleben gesichert wird. Schnell viele Kalorien aufzunehmen ist vom großen Vorteil, und wird mit viel Dopamin belohnt. Nur das es längst keine Feinde mehr und auch keine Hungersnöte mehr gibt.

Dafür gibt es die moderne Art der Sklaverei... ZU übertrieben? 

Hör in Dich hinein und antworte Dir auf die Fragen: 

"Wo und wer wärst Du jetzt gerne?" "Was würdest Du jetzt gerne tun?"

Wenn ich in mich hineinhöre, bekomme ich eine klare Antwort: ich möchte mich voll und ganz dem Malen, Dichten, Lesen und Schreiben widmen. Kann ich das? NEIN.  Ich habe eine Familie zu versorgen. Ich habe sie so erzogen, dass ich immer und überall für alle da bin. Ich stelle mich immer hinten an. Natürlich hätte ich es mir vorher überlegen können. Nur bin ich wie fast alle Menschen in meinen Kinderjahren traumatisiert und falsch programmiert worden.


Und die Lösung?

Nur Bewusstseinsarbeit. Sonst nichts. Und das Wissen darum, wer Du bist.

Die Körper Typen sind eine großartige Hilfe, denn sie zeigen uns, dass so wie wir sind, nicht irgendeine Macke ist, sondern ein Bestandteil unserer Natur. Ich bin ein lunar-venusischer Typ. Doppelt passiv. Laaaangsam, introvertiert, nicht sehr gesellschaftsfähig... ;-) Vor allem nicht in unserer Gesellschaftsform....... Bitte hab noch ein bisschen Geduld, ich würde zu gerne alles auf einmal schreiben, geht aber nicht... :-)

Ich werde weiter über die Esssucht schreiben...


Alles Liebe, und denk dran, DU BIST GROSSARTIG..... und FREI!




hier noch mehr zum Thema Esssucht
erste Hilfe 
kleine Schritte 
das Aufwachen 

Helena

 







Mittwoch, 10. September 2014

Die Körper Typen nach dem Enneagramm und ihre Beziehungen zu den Planeten

Das Enneagramm und die Körpertypen

 

 

Was sind die Körper Typen?

 

Es gibt viele verschiedene Arten, den Menschen in Körpertypen einzuteilen:
Die Unterteilung nach Sheldon : die drei Typen endomorph, mesomorph und ektomorph geben einen möglichen  Einblick in die Typologie und unterteilen den Menschen nach ihrem Körperbau. Ebenso die Konstitutionstypen nach Kretschmer: der Pykniker, der Athletiker, der Leptosome/Astheniker und der Dysplastiker sind fast jedem ein Begriff und sehen auch einen direkten Zusammenhang zwischen den vorherrschenden Merkmalen des Körperbaus und dem Charakter eines Menschen.
Dann gibt es auch die griechischen vier Temperamente: den Sanguiniker, den Phlegmatiker, den Choleriker und den Melancholiker. Diese Einteilungen sind allesamt sehr allgemein und wurden laut Wikipedia leider weitestgehend widerlegt.

Donnerstag, 4. September 2014

Der Herbst ist da...

                        Meine zweitliebste Jahreszeit

Der Herbst lebt von der Fülle und der Prächtigkeit seiner Farben: Er ist ein bisschen wie ich, rund und prall gefüllt, hehe. Aber durch  die Vergänglichkeit der Natur auch wehmütig und melancholisch. Die Natur schenkt ihre Schätze den Menschen und Tieren mit einer wunderbaren Selbstlosigkeit und Selbstverständlichkeit.... obwohl, selbstlos ist sie ja gar nicht, die ausgeschiedenen Samen und Kerne sollen ja schließlich gut verteilt werden. Also können wir alle ein wenig ego-istisch sein? Hmmm... gute Frage, geben, ohne einen klitzekleinen Gedanken daran zu verschwenden, was ich dafür bekomme? Dieser flüchtige Satz: "Was habe ich davon?", spuckt er auch in Deinem Kopf herum?

Ich denke, dass die Antwort auf die Frage, ob ein wenig Egoismus natürlich ist, darin liegt, sich bewusst über das opportunistische Denken zu erheben. Die Natur denkt  ja nicht in Vorteilen, sie ist in die Kreisläufe eingebettet, somit erhält sie für ihr Geben das Geschenk der Möglichkeit, sich weiter fortzupflanzen. Wenn wir geben, ohne dafür etwas haben zu wollen, sei es Geld, Anerkennung oder Lob, werden wir vom Universum genauso reichlich beschenkt wie die Natur. Wir sind im Fluß, im flow, alles fällt uns zu und wir schwimmen mit der Liebe davon... :-))
ach, wieee schööön, daran muss ich unbedingt arbeiten! :-)

Ansonsten muss ich sagen, dass ich momentan Schwierigkeiten habe, mehr Zeit am Stück fürs Bloggen zu erhaschen. Die letzte Ferienwoche hat eine Unruhe in sich, da die letzten Vorbereitungen für die Schule getroffen werden müssen. Die Kinder sind schon ein bisschen aufgeregt, vor allem der Jüngste, da er nächste Woche eingeschult wird. Morgens besetzen sie nacheinander schon mein Laptop, und da jeder eine Stunde dran darf, habe ich keine Chance zu schreiben. Und zwischendurch höre ich mindestens 10 mal den Satz: "Ich habe Hunger"...

Deswegen werde ich erst nächste Woche mit meinem Thema Esssucht und Körpertypen weiter machen KÖNNEN... Obwohl  mir schon förmlich die Finger jucken!!! Ich sortiere mich auch erstmal im Kopf, obwohl ich da nicht sehr erfolgreich bin. Ich gehöre zu den nicht organisierten Typen, die aber auch alles auf einmal angehen wollen. Kennst Du das? Zehn angefangene Projekte und irgendwann verliere ich den Überblick... nee, so weit will ich es gar nicht kommen lassen. :-)



Also, bis nächste Woche und alles Liebe Dir unbekannterweise,

Helena