Sonntag, 21. Dezember 2014

Gedicht zur Esssucht "Das Tier in mir" und... frohe Weihnachten!



 
"Das Tier in mir“

Ich habe es wieder gemacht,
gegessen, nicht gefühlt.
Es hat keinen Frieden gebracht,
die Seele noch aufgewühlt.

Das Tier wieder zum Leben erweckt,
es wird keine Ruhe geben,
bis ich meine Wunden geleckt
und Kraft habe, wahrhaft zu leben.

Sein Hunger ist mein Frust,
oder ist mein Frust sein Hunger?
Seine Tentakel spüre ich in der Brust,
dort saugen seine tausend Münder.

 Ein Schwert in meiner Hand,
mein Wunsch ist nur noch sein Tod:
Es ist außer Rand und Band,
wütet in seiner Not.

Doch wo setz´ ich an,
wo ist sein Herz?
Da, wo ich meins spüren kann?
Ja, ist das ein Scherz?

Versetze ich ihm den tödlichen Stich,
bring´ ich mich selbst ums Leben,
das kann nicht die Lösung sein, noch nicht…
Muss ich mich also ergeben?

Was willst du, du Tier?!
Wann bist du still?
Wie groß Deine Gier?
Wie laut Dein Gebrüll?

Ich kapitulier´!
Allein schaff´ ich´s nicht.
Am Leben das Tier,
am Sterben das Ich…

Das Ego muss gehen!
Es schmerzt so sehr…
Ein Klagen, ein Flehen
und es schmerzt noch mehr.

 Ich lasse los
- das Alte in mir.
Je mehr ich das tu´
Desto kleiner die Gier!

Doch es fühlt sich so leer an
und Angst macht´s mir auch.
Bin ich verlassen und einsam?
Oder ist das Tier noch im Bauch?

Ja! Es ist noch hier!
Aber…es ist nicht das Gleiche,
gab´s einen Kampf ohne Sieger?
Ich sehe keine Leiche…?

 Ich betrachte es genau,
ich sage: du bist´s!  
Es spricht: „Vertrau´
die Angst – vergiss´!

Jetzt ist die Liebe an der Reih´,
sie wird Dir Freiheit geben!“
Und plötzlich wie durch Zauberei
seh´ ich das Tier sich erheben!

An seinem Körper hat´s Schwingen,
sie sind so groß und sie glänzen!
Wird es mir jetzt gelingen?
Die Kraft entspringt meinem Herzen…
 
Sie füllt mich aus
Und lässt mich spüren,
sie strömt hinaus
und  ich kann fühlen:

Wir alle sind eins,
körperlos.
Die Liebe macht mich
grenzenlos!

Vorbei das Verlangen,
vorbei die Gier,
in Liebe bin ich
vereint mit mir…

Das Gedicht ist vor ca. 2 Jahren entstanden... manches braucht seine Zeit....
Du kannst es, wenn es Dich anspricht, an einen lieben (oder auch an einen "bösen") Menschen weiter geben (ich bitte nur darum, meinen Namen zu erwähnen).


 Ihr Lieben, ich wünsche Euch wunderschöne Weihnachten, seid bei Euch!!! Ich schneie vielleicht zwischen den Jahren mal rein, ansonsten lesen wir uns im Januar wieder!









 Die Matrioschkas hat Linchen auf dem Weihnachtsmarkt gekauft, sind sie nicht herrlich? 

Genießt die Zeit mit allen Sinnen! :-) Aber ich freue mich dieses Jahr tatsächlich auch auf das Weihnachtsessen. :-) 

Bis bald

Helena












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