Dienstag, 5. August 2014

"Bekenntnisse einer Ehefrau", neunte Strophe: Ein gebrochenes Herz

Wir sind bei der neunten Strophe meines Gedichtes angekommen. Die Frau beschreibt in dieser Strophe, wie sich die Trennung ihrer Eltern auf ihr Leben ausgewirkt hat. Unter dem Bild findest Du außerdem ein paar Gedanken zum Thema Erziehung. 


neunte Strophe:

Dabei wird ganz oft übersehen,
dass wenn die Eltern auseinander gehen,
etwas für immer zerbricht.
Auch wenn die Kinderseele nicht darüber spricht,
so leidet sie und weiß nicht wie das Herz
plötzlich den Kummer aushalten soll und der Schmerz
verändert das Kind und sein ganzes Leben 
wird geprägt sein vom Verlust und es würde alles geben
um das Vertrauen zurück zu bekommen.

Bleibe ich oder gehe ich? 

 

Bei manchen wird ein gemeinsames Kind diese Entscheidung stark beeinflussen oder hinauszögern, andere werden nur nach ihren Wünschen handeln, wiederum andere werden gerade zum Schutz der Kinder den gemeinsamen Weg beenden müssen.

 

Die Umstände, die zu einer Trennung führen sind sehr unterschiedlich und es ist nicht mein Anliegen über die zu urteilen, die eine Entscheidung getroffen haben.



Letztendlich kann man niemandem einen Rat geben, wenn es um eine so relevante Entscheidung wie eine Trennung geht, vor allem nicht, wenn Kinder involviert sind. 
Aber es gibt Trennungen, die durchaus vermeidbar wären, wenn beide Partner bereit wären an sich zu arbeiten, statt sich in eine neue Liebe zu flüchten.
 

Was tun, wenn es nicht zu vermeiden ist? 


Wenn wir eine Entscheidung getroffen haben, dürfen wir unsere Kinder nicht aus den Augen verlieren. Vor allem, wenn ein neuer Partner ins Spiel kommt. Systemisch betrachtet war das Kind zuerst da und es darf nicht sein, dass wir die Bedürfnisse des neuen Partners vor die Bedürfnisse unseres Kindes stellen. Oft wird das rebellierende Kind sich selbst überlassen oder gar für die Aufmüpfigkeit bestraft. Egal wie groß die Probleme nach der Trennung sind oder wie berauschend die neue Liebe, unsere Aufmerksamkeit sollte immer den Kindern gelten, denn für sie ist gerade eine Welt zusammengebrochen. Oft geben sich die Kinder unbewusst die Schuld für die missglückte Beziehung ihrer Eltern. Da Schuldgefühle aber sehr schmerzhaft sind, werden sie auf ein Elternteil projiziert. Wenn es dazu kommt, dass das Kind dem Elternteil die Trennung vorwirft, sollte man ihm aufrichtig sein Verständnis zeigen. Der größte Fehler ist in einer solchen Situation, die Gefühle des Kindes zu verneinen oder ihm zu sagen dass es kein Recht hat, so zu sprechen. Das Kind möchte von uns immer eine Bestätigung hören, es möchte sich nur angenommen und verstanden fühlen. Wir als die nächste Bezugsperson können alles auffangen, wenn sich unser Kind immer geborgen fühlt. Keine Sorge, es wird dadurch nicht verwöhnt oder verzogen. Wenn es spürt, dass wir aufrichtig in unseren Gefühlen sind, wird es mit Liebe antworten. Die Kinder brauchen diesen Rückhalt um jeden Preis, um emotional gesund aufzuwachsen.

Die besten Bücher zum Thema Erziehung haben Adele Faber und Elaine Mazlish geschrieben. Sie sind jedem wärmstens zu empfehlen, der Probleme mit der Erziehung hat.

Gerade in unserer Zeit flüchten sich missverstandene Kinder in die virtuelle Welt oder stillen ihre Wut und Trauer in Drogen. Weil sie von den wichtigsten Menschen in ihrem Leben nie bejaht worden sind.

Stell Dir eine Situation vor, in der Du jemandem von etwas berichtest, was dich total wütend gemacht hat. Und der Zuhörer gibt dir nach jedem Satz zu verstehen, dass Deine Wut nicht richtig ist. Würde dich das nicht noch wütender machen?
 Sätze wie: "Aber das ist doch nicht schlimm", "Das ist doch kein Grund, um beleidigt zu sein", "Mein Gott, musst du denn gleich so  wütend reagieren, das ist doch nicht nötig!", sagen den Kindern im Grunde, dass ihre Gefühle nicht richtig sind. Dass sie ihrem inneren Leben nicht vertrauen können.

 Wenn ein Kind wütend ist, gibt es für dieses Kind sehr wohl einen Grund dafür, sonst wäre es ja nicht wütend! Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass es FÜR UNS keinen Grund gibt. Ein kurzes Bejahen der Gefühle, ein Satz wie: "Ich sehe, das hat dich sehr wütend gemacht", löst den Wutanfall manchmal in Sekunden wieder auf! Das ist keine Theorie. Das habe ich selbst ausprobiert. Die Schwierigkeit liegt lediglich darin, die uns anerzogenen Sätze, mit denen unsere Eltern uns "therapiert" haben, nicht zu benutzen. Das bedeutet, dass wir anfangen müssen, bewusst mit unseren Kindern zu sprechen. Wie oft lassen wir im Gespräch mit unseren Kindern einfach mal die Luft raus... Weil wir uns vergessen, weil wir genervt sind, weil wir unsere Unfähigkeit, unsere Probleme, unseren Frust auf sie projizieren. Es ist ein Lernprozess für alle. Das wichtigste dabei ist, dass wir auch unseren Kindern gegenüber mit Respekt und Liebe entgegentreten.

der Anfang 

zehnte Strophe 

es geht um unsere Kinder!!! die gewollte Sexualisierung unserer Gesellschaft 

Liebe Grüße
Helena


1 Kommentar:

  1. Podoba mi się Twoja nowa oprawa, a treśc jak zawsze ciekawa i dobrze się czyta, całuski Mama .

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