Donnerstag, 7. August 2014

"Bekenntnisse einer Ehefrau", zehnte Strophe: Doch noch eine Chance?


Heute stelle ich Dir bereits die zehnte Strophe von meinem Gedicht vor: "Bekenntnisse einer Ehefrau" ist ein Brief von einer Ehefrau an den Ehemann. Die zehnte Strophe stellt eine Wende dar, nachdem sich die Frau ihren Frust von der Seele geschrieben hat... Es behandelt auch das Thema Abhängigkeit innerhalb einer Beziehung.

zehnte Strophe:

Also? Was machen wir mit unserer Ehe?
Geben wir sie auf? Moment, was ich nicht verstehe,
manchmal reicht es schon, dass der Ton anders wird
oder dein Blick an Härte verliert
und schon regt sich etwas in mir,
ich wäre bereit für einen Neuanfang mit dir,
denn das, was uns zusammen geführt hat vor Jahren,
als wir noch voller Illusionen waren,
ist noch da, demaskiert und nackt...


Ein Neuanfang? Nach 5,10,15 Jahren Ehe? Wo doch schon alles gesagt worden ist? Durchaus! Mit einer kleinen Änderung: Jetzt vergessen wir den Verstand und lassen mal die Seele machen!

 

Wenn du innerlich spürst, dass eine Verbindung zu deinem Partner besteht, dann bist du noch gar nicht bereit zu gehen.
 Hier muss man jedoch zwischen der positiven Energie und einer Abhängigkeit oder Co-Abhängigkeit unterscheiden! Eine Abhängigkeit ist immer mit Angst verbunden, mit depressiven Gedanken, mit "Ausbrechen wollen aber nicht können". Wo man genau weiß, dass die Beziehung destruktive Züge hat. Das beste Beispiel für eine Coabhängigkeit ist, wenn der Mann alkoholkrank (oder drogenabhängig) ist und die Frau das Bier einkauft oder gar selbst abends aus Solidarität zur Flasche greift.

Was kann man machen, um den Unterschied für sich zu erkennen, wenn man in Bezug auf die eigenen Gefühle verwirrt ist? 

Ich denke, dass der Weg zur Erkenntnis immer über das Bewusstwerden führt. Wenn du in einer destruktiven Beziehung steckst, muss du dich als erstes auf dich besinnen. Manchmal ist eine räumliche Trennung unabdingbar. Die Einsicht, nicht mehr leiden zu wollen, muss so stark sein, dass alles andere zweitrangig ist. Den Schritt kannst nur du gehen, kein anderer. Dann fängt die Arbeit aber erst an. Es nützt nichts, sich zu trennen und zu glauben, dass jetzt ein neues Leben anfängt. Meistens ziehen uns unsere Muster entweder wieder zurück oder wir finden einen Partner, der genau dieses Muster wieder bedient. Deswegen ist es so wichtig, sich nur auf sich zu konzentrieren. Damit meine ich natürlich keinen Egotrip oder ein Treffen mit der besten Freundin nach dem anderen, bei dem wir die Schuld für alle unglücklichen Stunden der Beziehung dem Ex oder noch Partner in die Schuhe schieben . Das ist pures Egogehabe!

Es geht um Arbeit mit und an unserem Inneren. Durch Collagen, Malen, Schreiben, Meditation können wir damit anfangen, endlich unsere Seele sprechen zu lassen. In Momenten der Einsamkeit kann es sehr, sehr schmerzhaft sein, diese aushalten zu können. Deshalb ist es gut, darauf vorbereitet zu sein! Für mich hat sich etwas sehr einfaches als Mittel erwiesen: Einmal, als der Schmerz mich aufzufressen drohte, habe ich mir ein großes Kopfkissen geschnappt, es vor meinen Bauch gehalten und hin und her geschaukelt. Es schien das Loch um meinen Solarplexus auszufüllen und schenkte mir tatsächlich Geborgenheit. Vielleicht findest du ein ganz anderes Ritual, wichtig dabei ist nur, unbedingt die Liebe einzuladen, um die Sehnsucht zu stillen. Bitte tue nie so etwas wie  eine Tafel Shokolade essen oder eine Flasche Wein trinken oder aus Frust einkaufen zu gehen oder deinen Ex anzurufen. Nicht in DIESEM Moment. Glaube mir, ich weiß wie schwierig es ist, dem zu widerstehen! Dies sind aber nur Ersatzhandlungen, die entweder eine neue Sucht kreieren oder eine schon bestehende verstärken. Ich werde dazu noch einen gesonderten Post schreiben.

Manchmal können wir jedoch nicht anders, als der Sucht nachzugeben, dann ist es wichtig, sich deswegen nicht zu verurteilen, sondern immer wieder darum zu bitten, diesen Moment zu transformieren. Wenn wir bewusst dabei bleiben, wird die Transformation stattfinden. 

Es gibt natürlich auch Beziehungen, in denen es nicht so schlimm zugeht, die einfach nur so dahinplätschern. Mann und Frau leben mehr nebeneinander als miteinander. Gespräche laufen immer aufs Gleiche hinaus oder man hat sich nichts mehr zu sagen. Aber gehen kann man auch nicht, weil einen irgendetwas festhält. Sei es Gewohnheit, Scham oder die Angst, dann plötzlich ganz allein zu sein. Auch dann ist der einzige Weg in meinen Augen der, sich auf sein Inneres zu besinnen. Es kann sein, dass wir nach einiger Zeit feststellen, dass das Band zu unserem Partner gelöst ist. Wir können ohne einen negativen Gedanken den Schlussstrich ziehen und gehen. Oder aber, wir entdecken durch die Arbeit an uns sich selbst neu, und dadurch auch unseren Partner.

der Anfang 

 elfte Strophe


Ich wünsche Dir einen schönen Tag

Helena



Kommentare:

  1. Ach Moni , so schön hast Du geschrieben,kann ich nur zustimmen .♥

    AntwortenLöschen
  2. Piszesz mądrze i wszystko z życia wzięte , nie ma w tym fałszu , ciekawie się czyta , no a rysunek ?no wiadomo wymowny, stosowny do sytuacji , brawo , dobrej weny życzy Mama i Tata .

    AntwortenLöschen