Sonntag, 20. Juli 2014

Innere Wandlung, Wachstum, Trauer, Problembewältigung

Wozu überhaupt ein Blog?


Nun schreibe ich erst seit ein paar Tagen auf meinem Blog und schon hat es mich sehr verändert. Meine inneren Schichten kommen nach und nach zum Vorschein. :-) Inspiriert durch andere Künstler auf Facebook ist mir klar geworden, dass über vielem, was ich bis jetzt geschrieben und gemalt habe, eine gewisse Schwere liegt. Was ja an sich nicht schlimm ist. Das Erkennen eines Problems ist meistens mit negativen Gefühlen verbunden, sonst würden wir es nicht als ein Problem empfinden. 

Die andere Art, mit Krisen umzugehen wäre, sie "abzugeben" um dann im positiven Erwarten auf die Lösung zu kommen. Und darin möchte ich mich üben.
Positiver werden, mich mit schönen Bildern, Düften, Affirmationen umgeben, die mich inspirieren und Freude am Geben entwickeln.


 Natürlich birgt das alles auch ein Risiko. Ich kann all die schönen Sachen benutzen, um vor den Problemen zu fliehen, um mich abzulenken. Dann gären sie weiterhin im Unterbewusstsein und richtig glücklich fühle ich mich dann auch nicht. Die Kunst besteht also darin, mich positiv auf mein Problem zu fokussieren, was nur gelingen kann, wenn ich das Problem als ein Teil meines Ego betrachte. Wenn ich mich sowohl von meinem Problem als auch von meinem Ego distanzieren kann.
Am besten helfen mir in schwierigen Momenten Sätze, die ich ständig wiederhole, um die negativ geladenen Gedanken nicht zuzulassen. Ich sage mir z.B.: "Alles geschieht zu meinem Wohl", " Ich habe Vertrauen", "Alles ist gut, so wie es gerade ist". Natürlich gibt es Probleme und Situationen, in denen einem solche Sätze nicht über die Lippen gehen. Es ist zu schmerzhaft, man versinkt völlig im Schmerz. 

Dann hilft nur eins: Jede freie Minute dazu benutzen, um in die universelle Liebe einzutauchen. 
Wenn sich die Seele mit dem Ego identifiziert und im Schmerz versinkt, hilft keine Psychotherapie und keine Ablenkung. Dann muss man die Anbindung nach oben suchen, denn ohne diese Kraft schafft man es nicht. Unser Verstand wird mit Gesprächen und Verhaltenstherapie zurecht kommen und aus ihnen einen Nutzen ziehen können, aber nicht unsere Seele. Diese tiefe, unbewusste Trauer, die einen traumatisierten Menschen begleitet, kann nur gelöst werden, wenn wir unser Herz öffnen und die Liebe rein lassen. 

Doch wie kann so ein "Herz öffnen" aussehen? 


Ich bin doch hilfsbereit, mitfühlend, ehrlich... mein Herz steht für alle offen. Stimmt. Ich orientiere mich an Anderen, arangiere mich mit ihnen und mit meinem Leben aber verspüre ich dabei auch Glück? Kann ich sagen, dass es mich erfüllt? Oder lebe ich von einem Wochenende zum anderen, von einem Urlaub zum anderen und bin froh, wenn endlich die schöne Rentenzeit anfängt? Der springende Punkt ist nämlich, ob ich mein Leben bejahe, ob ich es liebe, so wie es ist.  Ob ich dankbar bin und ob ich annehmen kann. Ohne zu urteilen, ohne zu kritisieren.

Es ist eine Dauerübung, immer wieder werde ich von meinem Ego auf die Probe gestellt. Und immer wieder bekomme ich die Chance, ihm zu widerstehen. Die Chance, innerlich ein Stückchen zu wachsen.

Alles Liebe

Helena

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