Donnerstag, 10. Juli 2014

"Bekenntnisse einer Ehefrau", erste Strophe: Die Ehe, eine Sackgasse? oder Dead End auf englisch...

Die erste Strophe meines Gedichtes  beschreibt die Situation in einer Beziehung, wo nichts mehr geht. Nach Jahren stellt die Ehefrau fest, dass die Beziehung keine mehr ist, dass das gemeinsame Leben nur noch eine Abfolge von Tätigkeiten darstellt, ein gefühlloses Nebeneinander. Sie ist unglücklich und nachdenklich... In Form eines Briefes versucht sie ihren Mann doch noch zu erreichen... Die Krise als Impuls?

Lieber Ehemann...

ich bin jetzt gerade ziemlich leer,
die Beziehung zwischen uns ist wahnsinnig schwer.
So viele Jahre sind vergangen,
so viele Fehler wurden begangen.
Wir könnten sie jetzt alle untersuchen,
uns fragen, warum nach den wenigen Versuchen,
uns einander zu nähern,
wir doch weiter voneinander weg sind 
als jemals zuvor...

Die Ehe... was unterscheidet eine Ehe von einer nicht ehelichen Beziehung?


 Die Probleme, die auf ein Paar nach Jahren des Zusammenlebens zukommen, sind meiner Meinung nach die gleichen. Aber vielleicht ändert die Ehe ein wenig den Umgang mit den Krisen. Während man in einer Partnerschaft ohne Ehering zumindest im Kopf die Möglichkeit hat, jederzeit vor einer Auseinandersetzung zu flüchten, ist man nach dem Ja-Wort eher dazu geneigt, zu bleiben. Wie gesagt, im Kopf. Von der emotionalen Seite her haben es Menschen, die nicht verheiratet sind oft genauso schwer wie die Eheleute. Denn nach vielen Jahren des Zusammenlebens kommt man oft an einen Punkt, wo nichts mehr geht. Wo man nur noch nebeneinander lebt, statt miteinander. Die Situation ist so eingefahren, dass man nicht weiter kommt. Eine Sackgasse...

Wenn ein Paar Kinder hat, wird der Alltag durch die Terminflut bestimmt, man wird quasi von einer Aufgabe zur anderen hetzen, dankbar für die Unterhaltungsmöglichkeiten, die uns von der Beziehungsstarre ablenken... Paare ohne Kinder haben es wahrscheinlich etwas leichter, da sie ihre Freizeit mehr oder weniger nach ihren Wünschen gestalten können. Aber auch hier lauern Gefahren und es gibt viele verschiedene Facetten, die sowohl eine Ehe als auch eine Nicht-Ehe haben kann. Sie hier alle zu beschreiben wäre unnötig, denn letztendlich geht es nicht darum, wie man zu der Sackgasse gekommen ist, sondern, dass man sich jetzt an dieser Stelle befindet. Und das spürt jeder... Da Frauen Natur bedingt eher einen Zugang zu Gefühlen finden können, werden sie eher versuchen, etwas an der Situation zu ändern. Der Mann ist von Natur aus eher am Angriff oder Flucht orientiert, als an einer  Auseinandersetzung. Natürlich gibt es Typ bedingte Unterschiede und Ausnahmen... Es wird Frauen geben, die kampflustiger sind und Männer, die emotional sehr leiden.

Deswegen könnte man das ganze natürlich auch umdrehen, wobei ich denke, dass die Frau in den meisten Partnerschaften das "klärende" Gespräch sucht...Ihr passt es nicht, sie leidet, sie hungert emotional, weil sich der Mann meistens zurückzieht. Es muss aber nicht die Regel sein... es wäre spannend zu hören, wie es die Männerwelt sieht...

der Anfang

zweite Strophe

Liebe Grüße,
Helena

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